Eindrücke aus Indonesien

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Tobias Schüßler, unser Vorstandsvorsitzender, reiste Anfang Dezember für zwei Wochen nach Indonesien, um dort Partnerorganisationen und Projektteilnehmer zu besuchen, die ordnungsgemäße Verwendung der Spendengelder zu überprüfen und die weitere Zusammenarbeit zu planen. Begleitet wurde er bei dieser privat finanzierten Reise unter anderem von Dennis Franz aus Sailauf, der den gemeinnützigen Verein seit fast drei Jahren als Fördermitglied unterstützt. Dennis Franz berichtet:

„Die Einladung von Vereinsvorstand Tobias Schüßler, ihn in der Vorweihnachtszeit bei seiner Reise nach Indonesien zu unterstützen, nahm ich begeistert an. Schließlich verfolge ich die Projekte als Mitglied schon seit fast drei Jahren und wollte mir die Möglichkeit der persönlichen Begegnung mit den Menschen und ihrer Lebensumstände nicht entgehen lassen.

Ich hatte über die Dorfentwicklungsprojekte der Partnerorganisation Gema Alam auf Indonesiens Insel Lombok gehört und Berichte über die gewaltigen Erdbeben im Juli gelesen. Dennoch waren die Lebensumstände der Menschen vor Ort für mich mit nichts bisher Erlebten vergleichbar und schockierend. Die Zerstörungen infolge des Erdbebens sind vielerorts sichtbar und die meisten Menschen leben nach wie vor in temporären Bambushütten vor ihren eigentlichen Häusern aus Angst vor weiteren Beben.

Was mich tief beeindruckt hat ist, wie die Menschen ihre Situation annehmen und welche Lebensfreude sie trotz allem ausstrahlen. Wir besuchten das Dorf Pringgasela. Hier führen Frauen die traditionelle Handwebekunst fort. Durch Mikrokredite können sie sich einen gemeinsamen Laden finanzieren, in welchem sie ihr vielseitiges Sortiment, bestehend aus den traditionellen Sarongs bis hin zu Handtaschen und Portemonnaies anbieten. Es war so berührend, ihre Freude zu sehen, mit der sie uns ihre Produkte präsentierten und zu erleben, wie stolz sie auf das waren, was sie inzwischen erreicht hatten. Ergreifende Momente, in denen alle Probleme vergessen schienen.

Die Erzählungen der Menschen und die schon erkennbaren Fortschritte aufgrund von Mikrokrediten von ungefähr 100 Euro, führten mir vor Augen, wie sehr man die Lebensumstände einer Person vor Ort mit einer für unsere Verhältnisse sehr kleinen Spendensumme verbessern kann. Den Menschen diese Verbesserungen zu ermöglichen, hat mich motiviert GMI auch in Zukunft tatkräftig zu unterstützen.“
Text: Dennis Franz