Farmi Masken

Mund-Nasen-Schutzmasken von Farmi

COVID-19 stellt die Bevölkerung Indonesiens vor enorme Herausforderungen. Um diesen entgegenzuwirken, arbeiten die Menschen in Südostasien gemeinsam an Lösungen für die momentane Situation. Eine von ihnen ist die Kleinunternehmerin Farmi.

Die Mikrokreditempfängerin Farmi näht seit einigen Wochen Mundschutze für Bedürftige aus der Umgebung, was allerdings für gewöhnlich nicht zu ihrem Geschäftsalltag gehört. Normalerweise stellt die zweifache Mutter Kräcker her und verkauft diese an die Bewohner ihres Dorfes im Osten der Insel Lombok. Zuvor reichte das 130 Euro Monatsgehalt ihres Mannes kaum zum Leben aus.

Die Kleinunternehmerin war in den letzten zwei Jahren mit ihrem Kräcker-Laden, den sie mit einigen unserer Mikorkredite deutlich ausbauen konnte, sehr erfolgreich. Es war ihr möglich, die Einnahmen der vierköpfigen Familie sogar zu verdoppeln. Durch GMI-geförderte Seminare erlernte sie eine ordentliche Buchhaltung und war so in der Lage, einen deutlichen Gewinn zu erwirtschaften. So konnte Farmi auch Pläne entwickeln, ihr Geschäft auf weitere Dörfer auszuweiten.

Während der aktuellen Ausgangsbeschränkungen bleibt der Umsatz ihres Ladens jedoch so gut wie aus, was sie und ihre Familie in eine finanziell bedrohliche Situation brachte. Die Nachfrage nach ihren Kräckern fiel so stark wie noch nie. Durch Corona und die damit zusammenhängenden Beschränkungen für die Bevölkerung, ist sie dazu gezwungen, umzudenken und die Familienkasse auf anderen Wegen zu füllen.

Zusammen mit Gema Alam kam sie auf die Idee, die so dringend benötigten Schutzmasken für die Bevölkerung zu nähen und in ihrem Laden zu verkaufen. Außerdem werden neben dem Verkauf im Laden auch einige der produzierten Masken an Berufsbildungszentren im Osten Lomboks gespendet. Arme Dorfbewohner erhalten von Farmi ebenfalls kostenlose Gesichtsmasken. „Wer sich eine Maske kaufen kann, der zahlt. Wer sich das nicht leisten kann, der zahlt nicht. So einfach ist das,“ erklärt Farmi.

“In so herausfordernden Zeiten wie den aktuellen, bleibt in einer der bevölkerungsreichsten Regionen der Welt eines nicht auf der Strecke: die Menschlichkeit”, erklärt Tobias Schüßler, der 27-jährige GMI-Gründer. “Auch wenn die Bevölkerung in Indonesien bei weitem nicht den europäischen Lebensstandard oder das Gesundheitssystem zur Verfügung hat, so helfen sich die Menschen untereinander umso mehr. Die Schutzmasken-Aktion von Kleinunternehmerin Farmi ist nur ein Beispiel von vielen dafür, wie die Menschen mithilfe der richtigen Unterstützung lernen, über sich hinauszuwachsen. Wir freuen uns, dass GMI mit seinen spendenfinanzierten Mikrokrediten und Weiterbildungen ein Teil dieser Entwicklung ist.”

Autorin: Christiane