Indonesien: ein Bankkonto für alle Teilnehmenden!

Sri Hartini and Rizal

Die zahlreichen Mikrokredite, die wir in der Vergangenheit vergaben, wurden hauptsächlich in bar aus- und zurückbezahlt, was nicht nur zeitaufwändig, sondern während der Ausgangssperre nicht möglich war. „Gerade die Coronakrise hat uns gezeigt, dass wir neue Möglichkeiten ausprobieren müssen, um unseren Kleinunternehmern zu helfen,” erklärt unser Gründer Tobias. “Deshalb ermöglichen wir in den kommenden Monaten allen Teilnehmenden, auch per Überweisung Mikrokredite zu erhalten oder zurückzuzahlen. Als wir vor 6 Jahren unsere Arbeit in Südostasien begannen, wäre das unmöglich gewesen. Aber die Regierungen haben viel getan, um kostenlose Bankkonten auch für die Armen zu ermöglichen. Wir helfen unseren Kleinunternehmern nun, diese Chancen auch für sich zu nutzen.”

Aktuell haben lediglich 2 der 27 Mikrokreditnehmer Zugang zu einem Bankkonto. Um aber auch den Kleinunternehmern auf der indonesischen Insel Lombok dieselben Chancen zu ermöglichen, möchten wir im kommenden Jahr jedem Teilnehmer dabei helfen, ein Bankkonto zu eröffnen.

Sopian, ein Kleinunternehmer aus dem Osten von Lombok, gehört zu den Wenigen, die bereits die Vorteile von digitalen Zahlungsmöglichkeiten für sich entdeckt haben. Durch einen Mikrokredit, den Sopian vor einiger Zeit von GMI erhielt, konnte er sich als Kaffeeröster eine Existenz für sich und seine Familie aufbauen. Um sein Geschäft weiter voranzutreiben und auch Kunden außerhalb seines Dorfes anzusprechen, nutzt er Facebook und Instagram für seine Bestellungen, die dann per Überweisung bezahlt werden können.

“Damit andere Teilnehmenden dieselben Chancen haben wie Sopian, möchten wir gemeinsam mit ihnen einen Schritt Richtung Zukunft gehen,” erklärt Tobias Schüßler. “Trotz Kontaktbeschränkungen bieten wir auch weiterhin Beratungen für unsere Kleinunternehmer an. Entweder per Handy oder Facebook Chat oder persönlich, unter Einhaltung von strengen Hygiene- und Abstandsregeln.”

 

 

 

Autorin: Susann