Lorena

Lorena Dedicatoria 7
Ort: San Isidro, Philippien  
Alter: 47  
Geschäft: Schweinefarm  
Kredit: 88 €

 

Vor einigen Monaten stoppten philippinische Behörden den Import von Schweinefleischerzeugnissen aus Deutschland. Es bestand die Gefahr, dass die Erzeugnisse die Afrikanische Schweinepest einschleppen würden. Letztere ist eine schwere Virusinfektion, die zum Tod der Tiere führen kann. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

Die 47-jährige Philippinin Lorena führt mit ihrem Mann seit zwei Jahren einen kleinen Schweinezuchtbetrieb und ist froh darüber, dass ihre Tiere gesund sind. Ihr Mann ist von Beruf Polizist, dennoch hängt die Versorgung der siebenköpfigen Familie stark von der Schweinezucht ab. Das monatliche Einkommen ihres Mannes und durch den Betrieb beträgt im Schnitt 15.000 PHP, was umgerechnet 264 Euro sind. Unabhängig von der Afrikanischen Schweinepest kann es natürlich dazu kommen, dass eines der Schweine stirbt und somit ein Teil des Einkommens wegfällt. Ein weiteres Problem sind die stark schwankenden Preise. Bei niedrigen Verkaufspreisen, müssen Lorena und ihr Mann immer auf eine Normalisierung der Preise warten, was teilweise bis zu zwei Monate dauert. Dies führt dazu, dass das monatliche Einkommen schwankt.

Durch den Importstop steigt nun die Nachfrage nach heimischem Schweinefleisch und Lorena nutzt diese Chance, um ihren Betrieb zu vergrößern. Da sie bereits die von GMI und Project Life Subic geförderte Nähausbildung absolviert hat, wand sie sich an uns und bat um Unterstützung. Mit einem Mikrokredit von über 5.000 PHP (ca. 88 Euro) ist es ihr nun möglich, auf die höhere Nachfrage ihrer Kunden zu reagieren.

Autorin: Annika