Die Hösbacher Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V. zeigt, wie Frauen in Indonesien einen wertvollen Beitrag zur lokalen Wirtschaft leisten und mit eigenem Einkommen ihre Familien finanzieren. Bereits eine kleine Anschubfinanzierung genügt.

Vor etwas mehr als hundert Jahren fand der Weltfrauentag zum ersten Mal statt. Er entstand während einer Zeit, in der Frauen für Gleichberechtigung, ein Wahlrecht und die Emanzipation von berufstätigen Frauen kämpften. In den vergangenen hundert Jahren wurden viele Fortschritte im Hinblick auf Gleichberechtigung erzielt. Auch wenn von absoluter Gleichstellung noch nicht die Rede sein kann, sind elementare Rechte in der westlichen Welt doch größtenteils durchgesetzt. Der Zugang zu Bildung, ein Recht auf Eigenständigkeit, die Möglichkeit, einen Beruf auszuüben – in Deutschland eine Selbstverständlichkeit, bleibt dies Frauen andernorts noch immer verwehrt.

Auch in den ländlichen Regionen in Indonesien und auf den Philippinen, dem Einsatzgebiet der Global Micro Initiative e.V. (GMI), haben Frauen selten Zugang zu Bildung und sind meist nicht arbeitstätig. Dabei können Frauen in diesen armen Regionen einen wertvollen Beitrag zur lokalen Wirtschaft und der Absicherung ihrer Familien leisten. Dies zeigt die erfolgreiche Geschichte der Indonesierin Wardah (40).

“Wardah stellt Kerupuk, traditionelle indonesische Cracker, her”, erzählt Tobias Schüßler, Initiator von GMI. “Mithilfe eines Mikrokredits setzte Wardah ihre Geschäftsidee um und ist damit inzwischen so erfolgreich, dass sie mit ihren Einkünften aus dem Verkauf der Cracker die gesamte Familie finanzieren kann. Ihr Mann gab daraufhin seinen Job als Taxifahrer auf, um sich an der Kerupuk-Produktion zu beteiligen.” Mit ein wenig Anschubfinanzierung konnte Wardah ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen aufbauen, welches sie stetig erweitert. Damit leistet sie einen wertvollen Beitrag zur lokalen Wirtschaft.

“Neben Wardah gibt es bereits einige weitere erfolgreiche Frauen, die in Indonesien ihre eigenen Geschäfte gegründet haben und teils sogar in einem eigenen Onlineshop ihre selbst hergestellten Waren vertreiben”, erklärt Schüßler. “Durch unsere Weiterbildungsprogramme und Mikrokredite unterstützen wir den Weg der Frauen in die Selbstständigkeit.”

Die finanzielle Besserstellung eröffnet der nächsten Generation indonesischer Frauen den Zugang zu Bildung und gleichzeitig langfristig einen Weg zu mehr Selbstständigkeit.

Autor: Miriam