
Neues Projekt für nachhaltige Landwirtschaft stärkt Kleinbauern auf den Philippinen
12. Mai 2026Enge Gassen, dicht an dicht gebaute Häuser und der Geruch von Abfall, der aus der nahen Deponie herüberzieht: In einem kleinen gemieteten Zimmer lebt der 53-jährige Siswanto mit seiner Frau. Beide arbeiten täglich als Müllsammler auf der Deponie, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Direkt vor ihrer Unterkunft repariert Siswanto außerdem Motorräder mit einfachen Mitteln. Verlässlich ist dieses Einkommen nicht und Sicherheit oder Planung gab es in seinem Alltag bis vor kurzem kaum.
Leben und Arbeiten am Rand des Existenzminimums
Siswantos Zuhause misst gerade einmal 2,5 mal 3 Meter. Für den kleinen Raum zahlen er und seine Frau monatlich umgerechnet rund 35 Euro Miete, Strom nicht eingerechnet.
Die nötigen Fähigkeiten als Motorradmechaniker eignete er sich selbst an durch Beobachtung, Ausprobieren und jahrelange Erfahrung mit seinem eigenen Motorrad. Sein kleiner Reparaturplatz liegt direkt vor dem gemieteten Zimmer. Doch Reparaturaufträge kommen unregelmäßig.
Auch die Einnahmen aus dem Müllsammeln schwanken stark und hängen davon ab, was sie finden und zu welchem Preis sie es verkaufen können. Manche Monate, besonders in der Regenzeit, reicht das Geld nicht, um neben der Miete auch Strom und Essen zu bezahlen.

Mehr Stabilität durch Mikrokredite und Beratung
Durch einen Non-Profit-Mikrokredit konnte Siswanto Werkzeuge und Materialien, die ihm zuvor gefehlt hatten, kaufen, um Aufträge zuverlässiger auszuführen. Begleitet wurde der Mikrokredit durch kostenlose individuelle Beratungen. Themen wie einfache Buchführung, kleine Sparziele aus täglichen Einnahmen oder der Umgang mit zahlungsunfähigen Kunden halfen Siswanto, sein Einkommen besser zu überblicken und zu planen. Auch Gesundheitsrisiken durch die Arbeit in der Nähe der Mülldeponie wurden besprochen.
„Siswantos Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, Menschen ganzheitlich zu begleiten“, betont Tobias Schüßler, Gründer der Global Micro Initiative e.V. „Mit der Kombination aus Beratung, Schulungen und persönlicher Begleitung entstehen stabile Kleinstunternehmen, die Familien ein regelmäßiges Einkommen und neue Planungssicherheit geben.“ Heute ist Siswantos Reparaturservice eine verlässlichere Einnahmequelle. Er und seine Frau können ihre Finanzen besser organisieren und Rücklagen für unerwartete Ausgaben bilden.
Hilfe zur Selbsthilfe ist Siswantos Weg aus der Armut
Siswantos Geschichte steht stellvertretend für viele Menschen in Südostasien, die trotz harter Arbeit kaum Chancen haben, ihre Situation aus eigener Kraft zu verbessern. Die Unterstützung durch die Global Micro Initiative e.V. zeigt, wie gezielte Hilfe zur Selbsthilfe neue Wege eröffnen kann – auch dort, wo die Ausgangsbedingungen besonders schwierig sind.
Deine Spende macht den Unterschied
Global Micro Initiative e.V. unterstützt Menschen wie Siswanto dabei, die wirtschaftliche Situation ihrer Familie zu stabilisieren und ein eigenes Einkommen aufzubauen. Schon 100 Euro ermöglichen einen Non-Profit-Mikrokredit und damit Hilfe zur Selbsthilfe. Dadurch können Kleinstunternehmer ihre Lebensgrundlage sichern, so wie Siswanto.

Autor: Adrian




