
1.000 Non-Profit-Mikrokredite: Wie Global Micro Initiative e.V. 3.000 Menschen erreicht
16. April 2026Am Vereinssitz von Global Micro Initiative e.V. in Hösbach trafen sich die Vorstandsmitglieder Tobias, Achim und Silvia kürzlich zu einem intensiven Strategie-Workshop. Konzentrierte Gespräche, viele Notizen und ein klarer Blick nach vorn prägten den Austausch, aber auch gemeinsames Staunen über das Erreichte und begeisterte Aufbruchstimmung im Blick auf die nächsten Schritte. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen in Indonesien und auf den Philippinen sowie der Beginn eines neuen Programms für in Armut lebende Kleinstbauern in der Subic-Region.
Aktuelle Entwicklungen in Indonesien und auf den Philippinen
Die Teilnehmer des Workshops sprachen ausführlich über die aktuelle Situation der Teams in Südostasien. Auf den Philippinen standen die laufende Umstrukturierung des lokalen Teams sowie organisatorische Fragen im Fokus, etwa die Schwierigkeiten beim Eröffnen eines eigenen Bankkontos für GMI Philippines.
Auch die sich ändernde wirtschaftliche Situation auf Indonesiens Insel Lombok war ein wichtiges Thema: Durch den zunehmenden Tourismus entstehen neue Einkommensmöglichkeiten, während gleichzeitig die Nachfrage nach dem Non-Profit-Mikrokredit-Programm in der Projektregion zurückgeht. Diese Entwicklung wirft wichtige Fragen auf: Wo wird Unterstützung weiterhin benötigt? Und in welchen Regionen kann die Arbeit sinnvoll weitergeführt oder neu ausgerichtet werden?
Neue Perspektiven: Ausbau und Weiterentwicklung der Projekte
Nach den Erörterungen zur aktuellen Situation sprach der Vorstand auch über die Möglichkeit, einen neuen Projektstandort auf der indonesischen Insel Sumba aufzubauen – einer Region, in der viele Menschen in Armut leben, ohne verlässlichen Zugang zu Strom und fließendem Wasser. Hier knüpft Pradnya, Standortleiterin auf Bali, erste Kontakte.
Ein konkreter nächster Schritt auf den Philippinen steht bereits fest: In der Subic-Region startet ein neues Programm für Kleinstbauern. Ziel ist es, ihre wirtschaftliche Situation nachhaltig zu verbessern. Global Micro Initiative e.V. kombiniert dafür Non-Profit-Mikrokredite mit kostenlosen Schulungen – zum Beispiel zu Hygiene, nachhaltigem Anbau und finanziellen Grundlagen – sowie individuellen Beratungen.
Dieses Programm wird unter anderem durch den Kleinprojektefonds der Schmitz-Stiftungen gefördert, der maßgeblich aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt wird, sowie durch die Stiftung WissenWecken gGmbH und die Raiffeisen-Volksbank Aschaffenburg.
„Der Workshop hat uns nochmal deutlich gezeigt, wie unterschiedlich sich unsere Projekte entwickeln“, erzählt Tobias. Deshalb haben sich die Vorstandsmitglieder vorgenommen, die weitere Entwicklung auf Lombok genau im Blick zu behalten. Zusätzlich möchten sie die mögliche Ausweitung der Arbeit auf Sumba weiter prüfen. In Bezug auf die Philippinen werden Strategien zu Werbung und Spendengenerierung entwickelt und umgesetzt.
Mit deiner Spende hilfst du, dass Programme wie in der Subic-Region umgesetzt werden können. So unterstützt du in Armut lebende Kleinstunternehmer und Kleinstbauern dabei, sich selbst einen Weg aus der Armut zu erarbeiten.

Autorin: Silvia




