Projektstandort
Sumba
Hilfe zur Selbsthilfe in Südwest-Sumba – unser Pilotprojekt in Indonesien
Die Insel Sumba gehört zur Provinz Nusa Tenggara Timur (Ost-Nusa-Tenggara), einer der ärmsten Provinzen Indonesiens. Im November 2026 startet Global Micro Initiative e.V. hier ein Pilotprojekt mit kostenlosen Schulungen, individuellen Beratungen und Non-Profit-Mikrokrediten.

Wovon die Menschen auf Sumba leben
Viele Familien in den Dörfern Südwest-Sumbas leben von mehreren kleinen Einkommensquellen zugleich. Sie bauen Maniok an, ernten im Juni und Juli Cashewnüsse, fischen und zerschlagen Steine, die als Schotter für den Bau verkauft werden. Für eine Lastwagenladung brauchen sie etwa eine Woche. Ob und wann ein Käufer kommt, wissen sie nicht, denn die Familien haben kein Telefon, um nachzufragen. Trotz aller Arbeit reicht das Einkommen oft kaum für das Notwendigste. Allein sauberes Wasser kostet eine Familie umgerechnet gut sieben Euro pro Woche.
Für den täglichen Bedarf leihen sich viele Familien Geld und zahlen es in 50 Wochenraten zurück, am Ende rund ein Viertel mehr, als sie erhalten haben. So geraten sie leicht in eine Schuldenfalle. Auch Kleinstunternehmer haben es schwer: Viele Waren kommen von Java und sind entsprechend teuer, gleichzeitig ist die Kaufkraft gering. Wer sein Geschäft ausbauen möchte, dem fehlt meist das Kapital.
So ist unser Pilotprojekt aufgebaut
Wir beginnen auf Sumba mit einer kleinen Gruppe von Teilnehmern. Entwickelt hat das Pilotprojekt Pradnya, Leiterin von GMI Indonesia, gemeinsam mit Tobias Schüßler, dem Gründer von Global Micro Initiative e.V., und Kontaktpersonen auf Sumba.
Am Anfang stehen kostenlose Schulungen zu Fragen aus dem Alltag: Wie teile ich mein Geld ein, wenn es kaum reicht? Wie kann ich trotzdem etwas sparen? Macht mein Geschäft Gewinn? Wie gewinne ich neue Kunden? In kostenlosen individuellen Beratungen besprechen unsere Mitarbeiter mit jedem Teilnehmer, wie sich das Gelernte auf die eigene Situation übertragen lässt. Wer drei Schulungen besucht hat, kann einen Non-Profit-Mikrokredit erhalten.
Viele künftige Teilnehmer möchten Schweine oder Hühner halten. Schweine werden auf Sumba für Hochzeiten, Beerdigungen und andere traditionelle Zeremonien gebraucht und erzielen gute Preise. Andere brauchen neue Fischernetze oder möchten einen kleinen Kiosk oder einen Snackverkauf eröffnen.
Wie es weitergeht
Das Pilotprojekt läuft bis Juli 2027. In dieser Zeit beobachten wir genau, was auf Sumba funktioniert und wo wir unseren Ansatz anpassen müssen. Danach setzen wir unsere Arbeit auf Sumba fort, mit allem, was wir in den ersten Monaten gelernt haben.
Unser Team für Sumba
Pradnya, Leiterin von GMI Indonesia, plant und organisiert das Pilotprojekt und ist Ansprechpartnerin für Sumba.
Unterstütze den Start auf Sumba mit deiner Spende. Bitte wähle in unserem Spendenformular als Projekt "Pilotprojekt Sumba". Bei einer Überweisung gib bitte „Pilotprojekt Sumba“ als Verwendungszweck an.
