
Wie Non-Profit-Mikrokredite Mupidatul auf Lombok den Aufbau eines Snackverkaufs ermöglichen
5. März 2026Kaffee steht bereit, Stimmen füllen den Raum, erste Gespräche entstehen. In Hösbach kommen Menschen zusammen, die eines verbindet: das gemeinsame Ziel, Armut zu bekämpfen. Doch an diesem Nachmittag geht es nicht nur um Zahlen und Berichte. Es geht darum, greifbar zu machen, was hinter der Arbeit von Global Micro Initiative e.V. steckt – und was sich für Kleinstunternehmer in Indonesien und auf den Philippinen konkret verändert. Welche Entwicklungen wurden erreicht? Und welche neuen Schritte stehen bevor?
Transparenz und Austausch im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung
Die diesjährige Mitgliederversammlung von Global Micro Initiative e.V. wurde bewusst anders gestaltet. Neben den offiziellen Inhalten entstand Raum für persönlichen Austausch, neue Begegnungen und offene Gespräche. Mitglieder, die sich bislang nicht kannten, kamen miteinander ins Gespräch und erhielten einen direkten Einblick in die Arbeit der Hilfsorganisation.
Vorstandsvorsitzender Tobias Schüßler stellte die Projektarbeit vor und machte deutlich, wie wichtig Transparenz und Vertrauen für die Arbeit des Vereins sind.

Ein besonderer Moment der Versammlung war der Blick auf einen wichtigen Meilenstein: Mehr als 1.000 Non-Profit-Mikrokredite konnten seit der Gründung ermöglicht werden. Viele dieser Finanzierungen bauen aufeinander auf und begleiten Kleinstunternehmer über mehrere Schritte hinweg – von ersten kleinen Investitionen bis hin zu stabilen Einnahmen.
Zwei Beispiele machten diese Entwicklung besonders greifbar: Merlin C. nahe der Mülldeponie bei Olongapo auf den Philippinen konnte ihr Zuhause erstmals mit einer stabilen Mauer sichern. Aisyah bei Balis größter Mülldeponie erweiterte ihre Wäscherei und ermöglichte ihrer Tochter den Schulbesuch.

Einblick in Finanzen und neue Perspektiven für Kleinstbauern
Kassiererin Silvia Schüßler präsentierte die Finanzen gewohnt transparent. Sie hob besonders hervor, dass auch im vergangenen Jahr sämtliche Spenden zu 100 Prozent in die Satzungszwecke geflossen sind – alle Verwaltungs- und Werbekosten wurden vollständig über Mitgliedsbeiträge gedeckt. Nach dem Bericht des Kassenprüfers wurde der Vorstand einstimmig entlastet.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der zukünftigen Ausrichtung der Projektarbeit. Vorstandsmitglied Achim Krämer stellte ein neues Großprojekt vor, das gezielt Kleinstbauern auf den Philippinen unterstützt.
Geplant sind Schulungen zu nachhaltigem Anbau, Hygiene und zum Umgang mit Geld – ein wichtiger Schritt, um bestehende Programme weiterzuentwickeln und neue Zielgruppen zu erreichen. Dieses Projekt wird vom Kleinprojektefonds der Schmitz-Stiftungen gefördert.
Die gezeigten Vorher-Nachher-Bilder aus den Projektregionen machten deutlich, wie sich Lebenssituationen verändern können. Sie sorgten für intensive Gespräche und einen lebendigen Austausch unter den Mitgliedern.
Vereinsmitglied Maria T. brachte die Stimmung der Versammlung so auf den Punkt:
„Ein ganz herzliches Dankeschön an den gesamten Vorstand für die rundum gelungene Mitgliederversammlung. Diese war hervorragend organisiert und hat einmal mehr gezeigt, mit wie viel Engagement, Herzblut und Professionalität hier gearbeitet wird. Besonders beeindruckt mich die kontinuierliche und großartige Arbeit.“
„Transparenz ist für uns keine Pflicht, sondern eine Haltung", betonte Tobias Schüßler zum Abschluss. „Wer uns unterstützt, soll wissen, was mit seinem Geld passiert – und sehen, was es bewirkt. Das ist das Fundament, auf dem wir unsere Arbeit aufbauen."
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Autorin: Silvia




