
1.000 Euro für Kleinbauern in Sacatihan: WE-FOR-FUTURE e. V. unterstützt Global Micro Initiative e.V.
27. August 20262025 reiste Tobias erstmals nach Sumba, um sich ein Bild von der Lebenssituation der Menschen dort zu machen. Die Eindrücke haben ihn tief bewegt. Seitdem prüft Global Micro Initiative e.V., ob Sumba ein neuer Projektstandort werden kann. Denn bevor wir einen neuen Projektstandort eröffnen, müssen Bedarf, Partnerstrukturen, wirtschaftliche Möglichkeiten und die Finanzierung für mindestens ein bis zwei Jahre sorgfältig geklärt sein.

Warum Sumba für Global Micro Initiative e.V. in den Blick rückt
Sumba ist eine Insel voller Gegensätze. Weite Landschaften, hohe Gräser, Ruhe, traditionelle Hütten mit markanten Strohdächern und Dörfer, in denen das Leben eng mit Natur, Familie und Gemeinschaft verbunden ist. Vieles wirkt auf den ersten Blick idyllisch. Doch hinter dieser Schönheit zeigt sich ein Alltag, der von Armut, langen Wegen und fehlender Grundversorgung geprägt ist.
Viele Familien haben keinen verlässlichen Zugang zu Strom oder fließendem Wasser. Medizinische Versorgung ist oft weit entfernt. Für Menschen ohne Rücklagen wird jeder Tag zur Herausforderung.
Auch die wirtschaftliche Situation ist schwierig: In der besuchten Gegend arbeiten Menschen zum Beispiel in manueller Schotterproduktion. Sie zerschlagen in mühsamer Handarbeit größere Steine zu kleineren Stücken, bis daraus verkaufsfähiges Baumaterial entsteht. Andere bewirtschaften kleine Felder, ernten saisonal Cashews oder fischen mit einfachen Netzen. Eine verlässliche Wasserquelle fehlt. Wasser muss gekauft werden – und reicht oft nur wenige Tage.
Viele Familien haben unregelmäßige Einkommen und sind auf hochverzinste Kredite angewiesen, um Grundbedürfnisse zu decken.
Armut bekämpfen braucht sorgfältige Vorbereitung
Um diese erste Einschätzung weiter zu vertiefen, reiste inzwischen auch Pradnya nach Sumba. Sie leitet GMI Indonesia, unsere Partnerorganisation auf Bali, und kennt den Hilfe-zur-Selbsthilfe-Ansatz von Global Micro Initiative e.V. aus der praktischen Projektarbeit vor Ort. Sie traf sich mit Rita Dimu von Sumba Integrated Development (SID) und Anton von Yasuka Sumba, beides lokale Organisationen, die sich in unterschiedlichen Bereichen, wie Bildung, Stärkung von Familien, Zugang zu sauberem Wasser und kostenloser medizinischer Versorgung für Kinder einsetzen. Gemeinsam besuchten sie lokale Verantwortliche, sprachen mit Dorfbewohnern und mit Lehrkräften.
Besonders die Lehrkräfte aus der frühkindlichen Bildung berichteten von großen Belastungen. Sie unterrichten weiter, trotz sehr geringer und oft verspäteter Zahlungen. Einige dieser Lehrkräfte möchten deshalb kleine Geschäfte aufbauen, etwa mit Hühnern, Schweinen oder selbst gebackenen Snacks.
„Wir starten keinen neuen Standort, wenn wir nicht mindestens zwei Jahre dort arbeiten können“, betont Tobias. „Denn unser Hilfe-zur-Selbsthilfe-Ansatz braucht Zeit, um seine größte Wirkung zu entfalten. Deshalb benötigen wir zuverlässige Partner, ein tragfähiges Konzept und genügend Spenden. Nur dann können wir verantwortungsvoll handeln.“

Hilfe zur Selbsthilfe braucht starke Partner
Global Micro Initiative e.V. sucht jetzt „Chancen‑Geber“: Menschen, Unternehmen und Stiftungen, die durch ihre Spenden ermöglichen, dass aus sorgfältiger Vorbereitung konkrete Hilfe wird. Mit deiner Spende ermöglichst du weitere Prüfungen, lokale Zusammenarbeit und später Non‑Profit‑Mikrokredite, Schulungen und individuelle Beratungen, um Hilfe zur Selbsthilfe von Menschen vor Ort für Menschen vor Ort aufzubauen. So können Menschen auf Sumba aus dem wenigen, was sie haben, mehr machen – aus eigener Kraft, guter Begleitung und einer echten Chance, ihre Familien langfristig besser zu versorgen.

Autorin: Silvia




