
Hösbach: Global Micro Initiative e.V. bei der Kunst- und Kulturmeile
3. August 2026Der Südwestmonsun Habagat hat in Olongapo und der Subic-Region auf den Philippinen zu starken Regenfällen, Stromausfällen und Schäden geführt. Während unser Team am 8. und 9. August trotz Dauerregen und starkem Wind noch zwei geplante Seminare durchführen konnte, beeinträchtigte der Monsun kurz darauf den Alltag und die Projektarbeit erheblich.
Monsun auf den Philippinen: Seminare trotz Dauerregen
Schon seit dem Vortag regnete es ununterbrochen. Trotzdem kamen die Kleinbauernfamilien in Sacatihan zum geplanten Seminar. Dabei ging es unter anderem um unterschiedliche Nutzpflanzen, lokal angepasste Reissorten, eine bessere Wassernutzung und organischen Kompost.

„Wir waren sehr glücklich, dass in Sacatihan trotz des starken Windes und des heftigen Regens genauso viele Menschen zum Seminar gekommen sind, wie wir eingeladen hatten“, berichtete Joyce, Leiterin unseres Projektstandortes Philippinen. Am Ende wurde der Wind so stark, dass das Team schnell zusammenpacken musste. Das geplante Gruppenfoto fiel aus und alle beeilten sich, schnell nach Hause zu kommen.
Einen Tag später fand im Büro unseres Teams bei der Müllbergesiedlung von Olongapo bei weiterhin starkem Regen und Wind ebenfalls ein Seminar statt. Das Thema hier: Tipps für einen bewussteren Umgang mit Geld. Obwohl bereits Regenwasser durch Teile des Daches tropfte, nahmen 29 Personen teil – ein deutliches Zeichen dafür, wie groß das Interesse an den kostenlosen Seminaren ist.
Stromausfall und Sturmschäden in Sacatihan und Olongapo
Schon einen Tag später, am 10. August, kam der Verkehr in Olongapo weitgehend zum Erliegen. Wichtige Straßen waren nicht mehr passierbar.
In Sacatihan fiel der Strom aus, einige Familien waren zeitweise nicht erreichbar. Bäume stürzten um. Die Häuser unserer Mitarbeiterin Melissa und unserer Projektteilnehmerin Nora wurden beschädigt.
Inzwischen gibt es gute Nachrichten: Seit Montagabend ist die Stromversorgung in Sacatihan wiederhergestellt. An den beschädigten Häusern wird bereits repariert. Verletzt wurde niemand.
Doch auch auf den Feldern zeigen sich Folgen des Unwetters. Starker Wind hat Reispflanzen niedergedrückt, die erst rund drei Wochen zuvor gesetzt worden waren. Auch einige Gemüsepflanzen wurden beschädigt. Die Familien rechnen deshalb teilweise mit geringeren Ernten. Für Familien, deren Einkommen ohnehin sehr gering ist, kann selbst eine kleinere Ernte finanziell spürbar werden.

Global Micro Initiative e.V. begleitet die Kleinbauernfamilien in Sacatihan mit Non-Profit-Mikrokrediten, Schulungen und individuellen Beratungen. Wissen über nachhaltige Anbaumethoden gehört ebenso dazu wie der bewusste Umgang mit Geld, beides Themen der Seminare dieses Wochenendes.
Diese Hilfe zur Selbsthilfe soll den Familien helfen, ihr Einkommen langfristig zu stabilisieren und ihre finanzielle Situation zu verbessern. Die vergangenen Tage zeigen, wie schnell äußere Bedingungen die Lebensgrundlage der Familien und damit auch unsere Projektarbeit beeinflussen können.
Mit deiner Spende unterstützt du Global Micro Initiative e.V. dabei, diese Arbeit fortzuführen und gemeinsam mit dem Team vor Ort Armut zu bekämpfen. Schon mit 25 Euro ermöglichst du individuelle Beratungen und 100 Euro finanzieren einen Non-Profit-Mikrokredit.

Autorin: Silvia




