
Sacatihan, Philippinen: Eine Baumpflanzaktion, 40 Kokospalmen und neue Chancen für Kleinbauern
28. Juni 2026Mehr als 100 Familien sind insgesamt in Indonesien und auf den Philippinen aktuell Teil des Non-Profit-Mikrokredit-Programms von Global Micro Initiative e.V. Sie erhalten weit mehr als Zugang zu Kapital. Durchschnittlich sechs Mal im Jahr nehmen Mikrokredit-Empfänger aller Standorte an kostenlosen Schulungen oder individuellen Beratungen teil. Eine Zahl, hinter der ein Ansatz steckt, der langfristig wirkt: intensive Begleitung statt einmaliger Unterstützung.
Non-Profit-Mikrokredite, Schulungen und Beratungen im Zusammenspiel
„Wir wollen nicht möglichst vielen Leuten irgendwie helfen, sondern denjenigen, denen wir helfen, möglichst intensiv“, erklärt Tobias Schüßler, Gründer von Global Micro Initiative e.V. „Unsere Auswertungen zeigen: Regelmäßige Beratungen und Schulungen tragen dazu bei, dass unsere Projektteilnehmer langfristig unabhängig von fremder Hilfe werden und dass ihre Kinder ein besseres Leben ohne Armut haben können.“
Gemessen wird deshalb nicht nur, wie viele Familien unterstützt werden, sondern auch, wie viele Schulungen und individuelle Beratungen jeder Projektteilnehmer im Jahr hat. Die wöchentlichen Rückzahlungstermine, bei denen ebenfalls beratende Gespräche stattfinden, sind darin nicht enthalten.

Warum ist das wichtig? Viele Non-Profit-Mikrokredit-Empfänger hatten zuvor kaum Zugang zu grundlegender Bildung, vor allem im Umgang mit Geld oder zur Führung eines eigenen Geschäfts. Einnahmen und Ausgaben zu überblicken oder Preise zu kalkulieren, ist für viele nicht selbstverständlich. Genau dort setzen Schulungen und individuelle Beratungen an.
Individuelle Beratung als Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung
Die Zahl der Schulungen oder Beratungen pro Projektteilnehmer ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Durch gezielte Anpassungen – etwa auf Lombok und Bali – wurde die Begleitung Schritt für Schritt intensiver. Auf den Philippinen lag der Wert im vergangenen Jahr sogar bei durchschnittlich neun pro Non-Profit-Mikrokredit-Empfänger.

Die Zahl allein erklärt aber nicht alles. Individuelle Beratungen greifen genau die Themen auf, die im Alltag entstehen. Die lokalen Teams zeigen den Projektteilnehmern, wie sie ihr Geschäft weiterentwickeln oder sich selbst Wissen erschließen können. Und dann passiert noch etwas, das sich kaum messen lässt und das die Teams vor Ort immer wieder motiviert: Viele lernen nach den Schulungen eigenständig weiter. Sie nutzen digitale Angebote, probieren Dinge aus und tauschen sich untereinander aus. Genau das verstärkt die Wirkung.
„Die Erfolgsgeschichten, die sich aus unserem Ansatz entwickeln, sind mittlerweile nicht mehr die Ausnahme, sondern Standard“, beschreibt Tobias Schüßler.
„Kinder, deren Zuhause jetzt einen Stromanschluss hat. Kinder, die in die Schule gehen können, weil ihre Eltern genug Einkommen haben, um Schulmaterial zu bezahlen oder nicht mehr auf die Mitarbeit der Kinder angewiesen sind. Kinder, die Zugang zum Internet haben und Hausaufgaben machen können. Familien, die sich eine Krankenversicherung leisten oder die die Spanplatten und Plastikplanen ihres Zuhauses durch feste Mauern ersetzen können.“
Deine Spende schafft Chancen:
Mit einer zweijährigen Patenschaft ermöglichst du genau diese kontinuierliche Begleitung. Werde jetzt Pate eines Kleinstunternehmers und unterstütze mit 25 Euro im Monat individuelle Beratungen und damit konkrete Schritte auf dem Weg aus der Armut.

Autorin: Silvia




