
Motorradmechaniker auf Bali: Wie ein Mikrokredit in Indonesien Siswantos Weg veränderte
21. Mai 2026Am Projektstandort Philippinen erschweren derzeit eine extreme Hitzewelle, Stromausfälle und steigende Kosten die Arbeit unseres lokalen Teams. Aktuell kommt es immer wieder zu plötzlichen Blackouts von teilweise 6 bis 7 Stunden. Gleichzeitig haben sich die Treibstoffpreise nach Angaben des Teams seit März von umgerechnet etwa 0,70 Euro auf bis zu 1,68 EUR mehr als verdoppelt. Gemessen an den extrem niedrigen lokalen Einkommen ist Benzin damit für viele Projektteilnehmer unerschwinglich geworden.
Besuche bei Kleinstunternehmern, Schulungen und individuelle Beratungen lassen sich durch diese Entwicklungen schwerer planen und kosten mehr Kraft, mehr Zeit und mehr Geld. Doch gerade jetzt ist verlässliche Hilfe zur Selbsthilfe besonders wichtig.
Hitzebedingte Blackouts
Wenn der Strom ausfällt, funktioniert nichts mehr wie geplant. Der Computerbildschirm wird schwarz. Das Handy kann nicht aufgeladen werden. Was noch schwerer wiegt: Die Wasserpumpe läuft nicht mehr. Der Kühlschrank wird warm. Der Ventilator steht still.
„Auch wir sind von den aktuellen Stromausfällen auf Luzon und in anderen Teilen der Philippinen betroffen“, berichtet Joyce, Leiterin des Projektstandortes Philippinen. „Der längste Stromausfall dauerte einen ganzen Tag. Aktuell erleben wir von Zeit zu Zeit Ausfälle von bis zu sechs Stunden am Tag. Diese Situation ist besonders schwierig, weil wir gleichzeitig extrem heißes Sommerwetter erleben.“
Die häufigen Stromausfälle beeinträchtigen die Gesundheit, den Alltag und die Projektarbeit des Teams ebenso wie das Leben der Projektteilnehmer.

Wenn der Strom ausfällt, können Schulungen und individuelle Beratungen nicht gut vorbereitet werden, Besuche müssen neu geplant werden. Ohne Ventilator staut sich die schwüle Hitze in den Räumen. Das belastet den Kreislauf, erschwert konzentriertes Arbeiten und macht selbst einfache Abläufe mühsam.
Logistische Herausforderungen im Subic-Gebiet
Zusätzlich zu den Herausforderungen, die ein instabiles Stromnetz mit sich bringt, erhöhen die ständig steigenden Treibstoffpreise den Druck auf das Projektteam weiter. Die globale Energiekrise aufgrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten trifft ein importabhängiges Land wie die Philippinen hart. Für Global Micro Initiative e.V. heißt das konkret: Jede Fahrt zu den Projektteilnehmern kostet deutlich mehr.
Besonders spürbar ist das bei dem neu gestarteten Förderprogramm für die 40 Kleinbauernfamilien in der Subic-Region. Die Wege dorthin sind weit und die Fahrtkosten haben sich enorm verteuert. Doch nicht nur das Team hat mit den Distanzen zu kämpfen: Auch für die Kleinbauern selbst werden die Wege teurer. Wenn sie ihre Erzeugnisse zum Markt bringen wollen, bleibt am Ende weniger von ihrem ohnehin geringen Einkommen übrig.

Warum Hilfe zur Selbsthilfe auf den Philippinen jetzt wichtig bleibt
Noch schwieriger ist die Lage für die Projektteilnehmer, die beim Müllberg von Olongapo leben. Hier treiben die Transportkosten die Preise für einfachste Lebensmittel immer höher. Wenn Reis, Gemüse oder Fahrten zum Markt teurer werden, bleibt Familien ohne regelmäßiges Einkommen kaum Spielraum. Dann geht es nicht nur um das kleine Geschäft, sondern auch um die Frage, wie die nächste Mahlzeit bezahlt werden kann.
„Trotz all dieser Herausforderungen tun wir weiterhin unser Bestes, um für die Menschen da zu sein und die Programme für unsere Teilnehmer aufrechtzuerhalten“, betont Joyce und fügt hinzu: „Wir schätzen eure anhaltende Unterstützung in dieser Zeit wirklich sehr.“
Joyce und ihr Team bleiben an der Seite der Menschen. Sie besuchen Kleinbauernfamilien im Subic-Gebiet, begleiten Kleinstunternehmer in Olongapo und halten Schulungen sowie individuelle Beratungen so gut wie möglich aufrecht. Denn die Arbeit von Global Micro Initiative e.V. bedeutet mehr als die Ermöglichung von Non-Profit-Mikrokrediten. Es geht um verlässliche Begleitung, um praktische Unterstützung im Alltag und um Vertrauen. Global Micro Initiative e.V. verbindet Mikrokredite mit Schulungen, individuellen Beratungen und Unterstützung beim Aufbau eigener Netzwerke. So entsteht Hilfe zur Selbsthilfe, die Familien hilft, ihr Einkommen zu stabilisieren und sich langfristig einen Weg aus der Armut zu erarbeiten.
Deine Spende schafft Chancen
Für Joyce und ihr Team ist heute jeder Weg zu den Familien deutlich aufwändiger und teurer als noch vor wenigen Monaten. Doch gerade jetzt ist ihre Arbeit besonders wichtig. Mit deiner Spende hilfst du, dass diese verlässliche Begleitung nicht wegbricht: Schon mit 20 Euro ermöglichst du wichtige Schulungen und intensive Beratung für die Projektteilnehmer. Werde Chancen-Geber und stärke Hilfe zur Selbsthilfe auf den Philippinen.

Autorin: Silvia




