
Non-Profit-Mikrokredite bei Olongapos Mülldeponie schaffen neue Perspektiven für Merlin
17. Februar 2026Über einen langen Zeitraum war Mupidatul gesundheitlich stark eingeschränkt. Berufliche Perspektiven rückten in weite Ferne. Ihr Alltag in Sekarteja, einem kleinen Dorf auf Indonesiens Insel Lombok, war von Pausen und Unsicherheit bestimmt. Ihre ohnehin nur geringen Rücklagen waren schnell für Behandlungskosten aufgebraucht.
Als sie langsam wieder Kraft fand, stellte sich eine zentrale Frage: Wie lässt sich unter diesen Bedingungen wieder ein eigenes Einkommen aufbauen?
Ein TikTok-Video als Ausgangspunkt
Ein kurzes TikTok-Video über Pisang Lumer brachte Mupidatul auf eine Idee. Sie begann, diesen indonesischen Snack aus Bananen in ihrer provisorischen Küche zuzubereiten und zunächst von zu Hause aus zu verkaufen. Hierzu nutzte sie ein einfaches Online-System mit Barzahlung bei Abholung. Dabei experimentierte Mupidatul mit ihren Rezepten. Leider funktionierte manches nicht auf Anhieb und Bestellungen kamen nur unregelmäßig. Doch Schritt für Schritt entstanden eigene Varianten, die ihre Kunden überzeugten.

Die steigende Nachfrage führte jedoch zu einer weiteren Hürde: Für mehr Bestellungen brauchte sie Zutaten in größeren Mengen, bessere Arbeitsabläufe und eine wiedererkennbare Verpackung. Ihr kleines Startkapital aus Einzelverkäufen reichte dafür nicht aus. Was fehlte, waren Mittel für größere Anschaffungen – und eine Begleitung, die hilft, die nächsten Schritte sinnvoll zu planen. Genau hier beginnt die Unterstützung durch Global Micro Initiative e.V. für Mupidatul.
Non-Profit-Mikrokredite und neue Sichtbarkeit
Mupidatul erhielt Non-Profit-Mikrokredite sowie Schulungen und individuelle Beratungen durch die lokalen Mitarbeiter. In den Beratungen ging es um Fragen wie: Welche Investitionen bringen wirklich mehr Kunden? Was hilft im Alltag, wenn Zutaten teurer werden oder Bestellungen schwanken? Und wie lässt sich ein kleiner Verkaufsstand so gestalten, dass er im Dorf sofort auffällt?
Auf dieser Grundlage investierte Mupidatul in ein gut sichtbares Banner, das ihren Stand schon von Weitem erkennbar macht, und in neue Grillgeräte, um ihr Angebot zu erweitern. So gewann ihr Verkaufsstand an Ausstrahlung und zog mehr Kunden an.
Hilfe zur Selbsthilfe auf Lombok für nachhaltige Lösungswege
„Es geht nicht darum, schnelle Lösungen zu liefern“, erklärt Tobias Schüßler, Gründer von Global Micro Initiative e.V. „Wir helfen Kleinstunternehmern wie Mupidatul nicht nur mit Kapital, sondern vor allem auch mit Wissen, Begleitung und Vertrauen. Wer gelernt hat, mit den täglichen Herausforderungen umzugehen und eigene Lösungen zu finden, gewinnt langfristige Stabilität.“
Heute verkauft Mupidatul ihre Produkte nicht nur vor Ort, sondern nutzt zusätzlich digitale Plattformen wie GrabFood, einen beliebten Essenslieferdienst, wenn es ihr Alltag erlaubt. Ihr Snackverkauf ist sichtbarer geworden – im Dorf und darüber hinaus. Aus einer vorsichtigen Idee ist eine verlässlichere Einkommensquelle entstanden.
Solche Wege entstehen nicht zufällig. Sie werden möglich, weil Spenden gezielt eingesetzt werden.
Mit deiner Spende ermöglichst du Hilfe zur Selbsthilfe durch Non-Profit-Mikrokredite, Schulungen und individuelle Beratungen. So unterstützt du die Arbeit von Global Micro Initiative e.V. und bekämpfst Armut – nachhaltig und wirksam.

Autorin: Silvia




