
Wie Hilfe zur Selbsthilfe auf Lombok Erna den Weg zum eigenen Einkommen ermöglichte
2. Februar 2026Wann immer Merlin Zeit hat, begleitet sie ihren Mann auf die Mülldeponie nahe Olongapo. Dort suchen sie nach verwertbaren Materialien. Im schwül-heißen Klima der Philippinen ist die Arbeit fast unerträglich. Beißender Geruch liegt in der Luft, die Sonne brennt, unzählige Fliegen umschwirren alles und jeden. Das Atmen fällt schwer. Noch schwieriger wird es in der Regenzeit. Abfälle weichen auf, nasse Plastiksäcke, Glasscherben und Metallkanten machen jeden Schritt gefährlich – und oft bleibt der Ertrag gering oder fällt ganz aus. Merlin weiß nie genau, was der Tag bringt.
Leben am Rand der Mülldeponie
In ihrem kleinen Haus am Rand der Mülldeponie, gebaut aus Spanplatten, Plastikplanen und Wellblech, versuchen Merlin und ihr Mann, ihren sieben Kindern ein Zuhause zu bieten, in dem sie sich geborgen fühlen können. Doch jeden Tag stehen die beiden vor der Frage: Wie lässt sich eine Familie versorgen, wenn der Ertrag der eigenen Arbeit so unsicher ist?
Aus dieser Unsicherheit heraus begannen sie, nach zusätzlichen Verdienstmöglichkeiten zu suchen. Sie kauften eine einfache Waage und eröffneten einen „Junkshop“, einen kleinen Ankauf für Plastik, Metalle und Flaschen. Diese verkauften sie dann mit kleinem Gewinn an Müllverwerter weiter. Zusätzlich begann Merlins Mann, Handys zu reparieren und wieder zu verkaufen. Doch trotz aller Anstrengungen blieben die Einnahmen gering und stark schwankend. Und für die Versorgung der Familie und die Schulbildung der Kinder reichte das Einkommen kaum aus.

Non-Profit-Mikrokredite und Begleitung als Wendepunkt
Durch die Unterstützung von Global Micro Initiative e.V. konnten Merlin und ihr Mann ihre Geschäftsideen gezielt weiterentwickeln. Mithilfe der Non-Profit-Mikrokredite kauften sie mehr gebrauchte Handys sowie zusätzliche Ersatzteile für die Reparaturen. So ist es ihnen möglich, mehr Geräte instand zu setzen und weiterzuverkaufen. Gleichzeitig kaufen sie zusätzlich zu den bisherigen Materialien auch gefundene Schmuckstücke von anderen Müllsammlern an und verkaufen diese weiter. So steigen ihre Einnahmen und Schwankungen lassen sich besser ausgleichen.

„Merlin nutzt unsere Unterstützung sehr konsequent“, berichtet Tobias Schüßler, Gründer von Global Micro Initiative e.V. „Sie nimmt an den kostenlosen Schulungen teil, setzt das Gelernte im Alltag um und behält ihre Ausgaben im Blick. Unsere Kombination aus Non-Profit-Mikrokrediten, Wissensvermittlung und individueller Begleitung ermöglicht es ihr und ihrem Mann, ihr Geschäft stabil weiterzuentwickeln, für ihre Familie zu sorgen und sogar die Bildung ihrer Kinder zu finanzieren.“
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Autorin: Silvia




