
Extreme Hitzewelle, Stromausfälle und steigende Preise erschweren Hilfe zur Selbsthilfe auf den Philippinen
25. Mai 2026Ein Dach aus Wellblech, beschwert mit Steinen, damit es bei starkem Regen nicht abhebt. Darunter ein schmaler, überdachter Bereich, der zugleich als Eingang, Aufenthaltsort und Verkaufsstelle dient. In dieser einfachen Unterkunft in einer Müllbergesiedlung bei Olongapo lebt die 39-jährige Azaeleah mit ihrer Familie. Hier betreibt sie auch ihren kleinen Sari-Sari-Store auf engstem Raum und mit begrenzten Möglichkeiten.
Sari-Sari-Store als wichtigste Einkommensquelle
Azaeleahs Geschäft ist klein. Ein Regal mit Konserven, Instantnudeln, Getränken und Hygieneartikeln. Jede Woche kauft sie neue Waren auf dem Markt in Olongapo ein. Sie kauft immer nur so viel, wie ihr begrenztes Kapital erlaubt. Ihr Mann Edwin arbeitet seit 15 Jahren als Holzschnitzer. Gemeinsam finanzieren sie damit den Schulbesuch ihrer Kinder Prince (13) und Jamilla (11).
Doch ihre Einnahmen reichen meist kaum für den Lebensunterhalt der Familie. Um zusätzliches Geld zu verdienen, übernimmt Azaeleah Nebenarbeiten, etwa das Falten von Verpackungen für Bleistiftboxen. Ihr Sari-Sari-Store bleibt dennoch die wichtigste Einkommensquelle der Familie. Azaeleah möchte ihr Sortiment erweitern. Viele Kunden fragen nach Tiefkühlprodukten. Außerdem möchte sie größere Mengen einkaufen, um bessere Preise zu erzielen. Doch ohne Kapital sind diese Schritte nicht möglich.

Non-Profit-Mikrokredit und kostenlose Schulungen schaffen Veränderung
Durch einen Non-Profit-Mikrokredit der Global Micro Initiative e.V. konnte Azaeleah eine gebrauchte Gefriertruhe kaufen und ihre Produktpalette erweitern. Zusätzlich nahm sie an drei kostenlosen Schulungen der Global Micro Initiative e.V. teil. Dort lernte sie, wie unternehmerische Motivation sowie Gewinnorientierung statt kurzfristiger Ausgaben ihr kleines Geschäft stabilisieren können. In individuellen Beratungen unterstützt das lokale Team von Global Micro Initiative e.V. sie bei Problemen mit einfacher Buchführung und Finanzplanung.

„Azaeleahs Geschichte zeigt, wie wichtig individuelle Förderung ist, wenn Familien in einem schwierigen Umfeld leben“, erklärt Tobias, Gründer von Global Micro Initiative e.V. „Mit der Kombination aus Non-Profit-Mikrokrediten, Schulungen und persönlicher Beratung entstehen stabile Kleinstunternehmen, die Bildung finanzierbar machen und zugleich den Lebensunterhalt sichern.“
Die Unterstützung durch Global Micro Initiative e.V. bedeutet für Azaeleah mehr als nur zusätzliches Kapital. Sie gewinnt Wissen, Struktur und Selbstvertrauen. Schritt für Schritt entwickelt sich ihr Sari-Sari-Store zu einer stabileren Einkommensquelle mitten in einer Umgebung, die wenig Sicherheit bietet. Heute kann Azaeleah ihr Geschäft strukturierter führen. Sie plant ihre Einkäufe gezielter, behält ihre Einnahmen im Blick und setzt sich kleine Sparziele.
Deine Spende schafft Chancen:
Global Micro Initiative e.V. unterstützt Frauen wie Azaeleah dabei, die wirtschaftliche Situation ihrer Familie zu verbessern und ihren Kindern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Schon mit 100 Euro ermöglichst du einen Non-Profit-Mikrokredit und damit Hilfe zur Selbsthilfe. So können Menschen sich selbst einen Weg aus der Armut erarbeiten – heute und für kommende Generationen, so wie bei Azaeleah.

Autor: Adrian




